Das bisschen Haushalt...
Ja, diesen Satz kennen wir alle..., aber wie sieht er eigentlich aus der Alltag im Haushalt? Morgens zwischen 6.00 Uhr und 6.30 Uhr fängt der Tag einer durchschnittlichen Hausfrau, in einer durchschnittlichen Familie, in einer durchschnittlichen Stadt doch erstmal mit bitte klicken an. Natürlich nur falls es in der Nacht kein bitte klicken gegeben hat und kleine Nachtelfen unentschlossen in der bitte klicken stehen und sich dann Mamas Bettdecke hebt und sich dankbar der kleine Nachtelf an einen kuschelt. So liegt man dann oft stocksteif im Bett aus Angst man könnte sich bewegen und dieses kleine Wesen zerbrechen. Aber das ist doch eigentlich Quatsch denn diese kleinen Nachtelfen mutieren tagsüber doch öfter zu kleinen Monstern...aber der Reihe nach. Nachdem der Wecker geklingelt hat, schlurft frau schlaftrunken in die Küche...dort wird zuerst ein bitte klicken gemacht, wie soll man sonst den Tag überstehen? Ist die erste Dosis Koffein intus kann`s weiter gehen...zuerst werden die Kinder geweckt, alles schön leise damit Papi noch etwas schlafen kann, danach gleich weiter zum bitte klicken . Kaffee brauchen wir jetzt nicht mehr, der schmeckt eh nicht, nach dem Besuch im Badezimmer, also wird so langsam der Papa geweckt. Frühstückstisch ist fertig, die ersten Kindernervereien wie - Mama hier, Mama da, der/die hat das und das gemacht - sind auch schon vorüber, also kann sich Papa nun gemütlich hinsetzen zum Frühstück bitte klicken ! Inzwischen kümmert frau sich um den Nachwuchs. Das ist je nach Altersklasse recht unterschiedlich. Naja, waschen, anziehen ist dann so ziemlich überall gleich. evtl. kommen dann noch bitte klicken packen hinzu und evtl. ganz nebenbei schon die bitte klicken in Gang bringen. Ein Blick auf die bitte klicken läßt eine durchschnittliche Hausfrau etwas in Eile geraten. Hier geht es dann wieder unterschiedlich zu...in einigen Familien nimmt der Vater die Kinder mit, in anderen Familien macht das die Mutter. Nachdem Papa sich endlich vom Frühstückstisch erhoben hat und sich bitte klicken hat, geht's dann los zur Arbeit. Entweder mit oder ohne Kinder mitnehmen und in den entsprechenden Einrichtungen abzuliefern. Sind alle aus dem Haus (es sei denn da ist noch ein "Hosenscheisser" anwesend) wird erstmal was für die Gesundheit getan bitte klicken . Es ist ja allgemein bekannt das der Weg zum Tod geteert ist, damit man nicht stolpert. Ist die obligatorische "alle sind weg" Zigarette geraucht, die liegengelassene Zeitung vom Göttergatten überflogen und der Stehimbiss "Frühstück" eingeschoben, geht`s gleich weiter... bitte klicken , bitte klicken , bitte klicken , bitte klicken , bitte klicken , bitte klicken , bitte klicken . Zwischendurch ist frau dankbar wenn sich mal das bitte klicken meldet, aber es gibt auch Tage an denen es einfach nur nervt. Hat frau dann genug Kontakt zur Aussenwelt gehabt hört Sie auch schon bitte klicken und die nächste Fuhre wartet schon. Wenn es der Fall sein sollte das noch ein Hosenscheisser im Haus ist, hat der sich zwischendurch auch noch gemeldet... wickeln, füttern, Langeweile vertreiben, den Clown spielen und evtl. wenn frau Glück hat wieder hinlegen. So, jetzt wird schonmal bitte klicken , bitte klicken , bitte klicken , bitte klicken vorbereitet. Oh, vergessen einzukaufen, auch das noch. Tja, schon hört frau das es bitte klicken ist und jetzt werden die scheinbar gerade erst abgelieferten Kinder wieder eingesammelt oder trudeln langsam von alleine ein bitte klicken , bitte klicken . Sind alle eingetroffen wird man erstmal von mehreren Seiten mit Informationen, Gemecker, super wichtigen Nachrichten und Anliegen zugeschüttet. Dabei wird das Baby wach - Na toll - danke auch !!! Tja wenn das so ist dann geht's gleich weiter zum bitte klicken , natürlich muß mindestens eins der Kinder mit. Wenn nicht schon beim einkaufen selber, dann werden spätestens an der Kasse zarte, aber bestimmende Stimmen hörbar: "Mama, kann ich Schokolade?" - "Nein" - "Mama, darf ich einen Lutscher?" - "Nein" - "Boaaaaaaaaaah MAMA, haste gesehen? Die neue Digimon/Pokemon/Dragonball/Petra/Barbie/Sailormoon interaktive Actionfigur!!! Kaufst Du mir die? *bettel* Bitte! BITTE! BITTE BITTE! Biiiiiiiiiiiiiiiittttttttttttteeeeeeeeee!" - Nein" (Was sind Mütter doch für grausame Geschöpfe) - " Warum nicht, alle anderen Kinder haben die auch! *bettel noch mehr*"- "Kein Geld (keine Zeit, keine Lust, das ist unnützes Zeug, find ich schei..e) oder auch: "Wenn alle anderen in den Rhein (die Donau, die Elbe etc.) springen, springste dann hinterher?" *schon recht genervt*" Es folgen endlose Diskussionen, Gemaule, Argumentenaustauschereien, Überredungsversuche, genervte Antworten, die "auf-die Tränendrüsen-drück Nummer kommt auch zwischendurch" Aber nun geht es ums Prinzip und das heißt jetzt NEIN, NEIN und nochmals NEIN!!! Inzwischen hat natürlich der halbe Supermarkt die Diskussionen mitbekommen und hier und da hört frau: "Warum gibt die denn nicht nach?" , " Das arme Kind!" oder ein leises in den Bart Gemurmel hinter sich "Gib Ihm/Ihr schon was damit endlich Ruhe ist!" Und was denk Muttern? - "Ihr könnt mich doch alle mal, habt ihr eigentlich Kinder? Wahrscheinlich nicht sonst würdet Ihr anders reden. ICH muß ja mit dem Kind/den Kindern zurecht kommen!" Um das ganze noch zum krönenden Abschluß zu bringen: Die Arme sind gerade voller Gemüse, Tiefkühlkost, Nudeln u.ä. , der Einkaufswagen vom Sandkastenrocker von der Förmchenbande entführt und dann klingelt das Handy. Alle Blicke richten sich auf einen selbst, hilflos schaut man sich nach dem Einkaufswagen um , der natürlich in den unendlichen Weiten des Supermarktes verschwunden ist oder nach einer anderen Möglichkeit die Hände frei zu bekommen. Notgedrungen wird alles irgendwie in einem Regal verteilt, man kramt schnell das Handy raus, hebt ab - Schei..e schon aufgelegt. Ein energischer Brüll nach dem Filius quer durch den Supermarkt bringt auch den schon im schwarzen Loch verschollen geglaubten Einkaufswagen, samt Steuermann/fräulein zurück. Natürlich hat man wieder alle Blicke auf sich gerichtet, aber was soll`s, Frau ist eh schon untendurch - nächste Woche wird bei der Konkurrenz eingekauft - die haben das Theater von vor 2 Wochen schon wieder vergessen. So, alles im Wagen verstaut steuert man das unumgängliche Grauen an - die bitte klicken - hat man sich dann der unendlich lang aussehenden Schlange angeschlossen und man hat nur noch einen älteren Herrn - augenscheinlich Rentner von "Beruf"- vor sich, der nur 2x Joghurt, ein Päckchen Butter und ein Brot auf dem Förderband liegen hat (geht ja schnell) holt dieser seine Geldbörse raus und sammelt die 2, 59 Euro in seinem Kleingeldfach zusammen. Dramen spielen sich ab... Geld fällt runter, er sieht schlecht - hat seine Brille vergessen - und zum guten Schluß (nach ca. 6 Minuten) stellt der gute Mann fest das er nur 2,56 Euro an Kleingeld zusammen bekommt. Da schwillt doch die Hausfrauen - Ader an und pulsiert so laut das selbst der Schwerhörige, zu wenig Kleingeld habende, halbblinde Rentner das hören könnte. Inzwischen brüllt der Hosenscheisser den Supermarkt zusammen - Hunger ist angesagt. Na toll - Danke auch!!! Endlich Zuhause angekommen geht's dann gleich weiter im Text, Hosenscheisser wickeln, füttern hinlegen, ans Telefon gehen, Kinderfragen beantworten "Mama haste meine blaue Jeans gesehen?" , "Darf ich raus?" , "Tim hat angerufen, darf er nachher vorbei kommen?" ! Und jetzt schnell kochen - ist eh schon spät genug! So, hungrige Mäuler gestopft, wird nochmal die Zeitung überflogen, in der Hoffnung noch einen Artikel zu überfliegen den man vorhin nicht gesehen hatte und der Weg geteert. ist das gemacht wird es Zeit den Chauffeur zu spielen... Fußball, Einkaufszentrum, Freunde, Musikunterricht, Judo! Inzwischen ist auch Hosenscheisserchen wieder bereit den Entertainer zu empfangen. Schwer angesichts des hinterlassenen Chaoses sich in Ruhe auf den Junior einzulassen - *Schulterzucken* Der Haushalt läuft nicht weg. Ist Junior genug unterhalten worden geht's von vorne los...waschen, bügeln, aufräumen putzen (hatten wir das heute nicht schon *grübel*?) Und schon ist es Zeit die Kinder wieder einzusammeln. Kaum Zuhause angekommen wird essen für den Göttergatten vorbereitet. Kaum ist es fertig stolziert der total gestresste Ehemann zur Tür rein: "Halloho ich bin wieder Zuhause *träller*". Ein Küsschen auf die Wange an die noch schnell umgezogene Ehefrau (*gmpf* Nichtmal ein "Du siehst aber gut aus, Schatz!" [wahrscheinlich ist das schon an die Sekeretärin/Kollegin gegangen]) Ein kurzes "Eiteitei" an den Hosenscheisser - der Rest der Rasselbande ist erstmal aus der Küche verbannt und bekommt erstmal nur ein kurzes Hallo zugerufen. Ist der Gatte dann gesättigt wird sich erstmal ein halbes Stündchen mit den Kindern beschäftigt (wenn überhaupt). Danach gibt's dann erstmal ein entspannendes bitte klicken , natürlich wird frau darum gebeten das vorzubereiten, denn MANN kann sich ja kaum noch bewegen. Danach kommt aus dem Badezimmer nur noch bitte klicken . Frau denkt sich nur: "Hach wäre das schööööööööööööööööööööööööööööhn *seuftz*" Aber da wird sie schon von hungernden Kindern aus den Träumen gerissen. Also Abendessen vorbereiten, alle zu Tisch bitten (Göttergatte ist nach 1 Stunde auch mal wieder aufgetaucht) und dann wird gegessen. Mama bekommt wieder eher nur einen Stehimbiss da Hosenscheisserchen unruhig ist und der werte Gatte ja scheinbar urplötzlich taub geworden ist (merkwürdig...er hat sich doch gerade eben noch über die Fußballergebnisse aufgeregt und der Fernseher ist recht leise *wunder* oder besser gesagt: "Mich wundert gar nix mehr!"). So, als alle gesättigt sind, springen alle auf und wehen in die 4 Himmelsrichtungen und wurden nie mehr gesehen. Also alles von vorne...aufräumen, abwaschen, putzen etc.! Na toll - Danke auch! Oh, jetzt ist ja auch bald Schlafenszeit...also alle Kinder angetrieben bzw. geschnappt zum abendlichen reinigen. Ist das erledigt, wird noch das Abendritual (von Familie zu Familie verschieden) zelebriert und dann wird in froher Erwartung auf einen "Feierabend" seitens der Mutter überall das Licht ausgemacht und die Türen geschlossen. Ist das letzte Licht aus, die letzte Tür zu, könnte man ein erleichtertes Seufzen hören wenn man genau hinhört, aber es hört ja niemand hin. Göttergatte hat es sich längst vor dem Fernseher bequem gemacht und die Beine hochgelegt. Das Chaos im Bad noch schnell beseitigt - unterbrochen von "Mama ich hab Durst", "Mama da ist ein Monster", "Mama ich habe noch Hunger", "Mama ich muß mal Pipi", kann sich Muttern die nächste Zigarettenpause gönnen. Die wird im Wohnzimmer vor dem Fernseher neben dem lieben Mann genossen. Mit einem herzhaften seufzen und geräuschvollem Puuuuuuuh läßt sich die Hausfrau nieder. Von der Seite kommt nur ein verwirrter und verständnisloser Blick. Frau: " Was ist? " - Mann: " Nix " - Frau: " Warum kuckst Du denn so komisch? " - Mann: " Ooooch, nur so, lass mich doch mal kucken (schaut demonstrativ woanders hin). " - Frau (weiß schon ungefähr was kommt): " Was ist? *leicht genervt* " - Mann: " Habe mich nur gewundert warum Du so seufzend auf die Couch "geplumpst" bist! " - Frau: " Weil ich müde und geschafft bin! " - Mann: *grinst verständnislos fast verächtlich* - Frau: " Warum grinst du denn so blöd? " - Mann: *schweigt* - Frau: " Na sag schon! " - Mann: " Wovon bist Du so geschafft? Du bist doch den ganzen Tag Zuhause! Sei froh das Du nicht arbeiten gehen brauchst. " - Frau (recht sauer): " Ja, was glaubst Du was das hier ist? Meinst Du der Haushalt und das Essen und das Einkaufen etc. machen sich von selber? Oder die Klamotten - die DU anhast - waschen sich alleine? Meinst Du das ist keine Arbeit? UND die KINDER!!! " - Mann: " Ach das bisschen Haushalt! " * Frau springt auf, holt SEIN Bettzeug, knallt es auf die Couch. Er hört noch: " Hast Du schon vergessen wie es war als ich Hosenscheisserchen entbunden habe und wie froh Du warst als ich wieder Zuhause war? "

Na dann: " Gute Nacht "

"Und Morgen geht's mit gleichem Fleisse, wieder an die selbe Scheiße!" (kleine Anmerkung der Redaktion *gg*)
Diese Geschichte ist eigenhändig von mir erdacht und verfasst. Ich würde mich sehr freuen wenn man mich vorher fragt falls die Geschichte übernommen oder in etwas abgewandelter Form verwendet werden soll.
Vielen Dank!!!
zurück